<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Uncategorized &#8211; Film + Architektur</title>
	<atom:link href="https://film-und-architektur.de/category/uncategorized/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://film-und-architektur.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 20 Dec 2021 09:31:20 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://film-und-architektur.de/wp-content/uploads/2020/08/cropped-6BB4DE2E-0F9E-4465-8A27-878F61D4A6BF-scaled-1-32x32.jpeg</url>
	<title>Uncategorized &#8211; Film + Architektur</title>
	<link>https://film-und-architektur.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Merry Christmas and a Happy New Year</title>
		<link>https://film-und-architektur.de/merry-christmas-and-a-happy-new-year/</link>
					<comments>https://film-und-architektur.de/merry-christmas-and-a-happy-new-year/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[PKKoch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2020 10:23:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://film-und-architektur.de/?p=738</guid>

					<description><![CDATA[Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center">Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://film-und-architektur.de/merry-christmas-and-a-happy-new-year/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Gut und Böse</title>
		<link>https://film-und-architektur.de/zwischen-gut-und-boese/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[PKKoch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2020 10:28:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur im Film]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[James Bond]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://film-und-architektur.de/?p=467</guid>

					<description><![CDATA[Die Gegenspieler „Leben Sie wohl, Mr. Bond!“1&#160;hat 007 mit Sicherheit nicht nur einmal gehört in seiner fünfzigjährigen Karriere als berühmtester Agent der Filmgeschichte. Seine Gegenspieler lassen es sich nicht nehmen, ihren Widersacher zwar auf heimtückische Art, mit stets neuen Foltermethoden und Waffen, aber vor allem mit Stil loszuwerden. Doch Bond wäre nicht Bond, wenn er sie nicht alle austricksen, überleben und besiegen würde.&#160; Ob Goldfinger, Dr. No, Blofeld, Scaramanga, Sanchez, Zao oder Le Chiffre – sie alle haben ein unverkennbares...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://film-und-architektur.de/zwischen-gut-und-boese/">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Gegenspieler</strong></h4>



<p></p>



<p>„Leben Sie wohl, Mr. Bond!“<sup>1</sup>&nbsp;hat 007 mit Sicherheit nicht nur einmal gehört in seiner fünfzigjährigen Karriere als berühmtester Agent der Filmgeschichte. Seine Gegenspieler lassen es sich nicht nehmen, ihren Widersacher zwar auf heimtückische Art, mit stets neuen Foltermethoden und Waffen, aber vor allem mit Stil loszuwerden. Doch Bond wäre nicht Bond, wenn er sie nicht alle austricksen, überleben und besiegen würde.&nbsp;</p>



<p>Ob Goldfinger, Dr. No, Blofeld, Scaramanga, Sanchez, Zao oder Le Chiffre – sie alle haben ein unverkennbares Gesicht, auch wenn sie sich hinter unscheinbaren Mauern, rätselhaften Namen oder großen Stuhllehnen verstecken. Ihr wahres Ich&nbsp;zeigen sie meist erst, wenn man ihnen auf die Schliche kommt. Ihre Identität ist ihr bestgehütetes Geheimnis, und die Offenbarung ihrer Person wird zum Höhepunkt und Handlungsmotor zugleich. Die Schurken sind das wichtigste Pedant zum Helden, der ohne sie kein Held wäre. Es ist aber nicht nur das Spiel zwischen Gut und Böse, das polarisiert, sondern auch der Kampf zwischen Tradition und Moderne, zwischen zwei Lebenswelten, die konträrer nicht sein könnten und sich doch in so vielen Dingen sehr ähneln.</p>



<p>Es gibt die Weltbeherrscher, die Wirtschaftsmagnaten, die Monopolisten und die Individualisten<sup>2</sup>, aber auch die Terroristen, die nicht von global übergeordneten Beweggründen, sondern vor allem von zerstörerischer Agitation getrieben sind. Was sie alle vereint, ist die Gier nach „Profit, Rache und Macht“<sup>3</sup>. Sind es zu Beginn der Serie noch die Bedrohungsszenarien des Kalten Krieges, die sich den gegnerischen Welten als idealer Kampfschauplatz anbieten, so verlagern sich die heutigen Schlachtfelder der Bösewichte, jeweils angepasst an aktuelle Feindbilder oder getarnt als wohltätige Organisationen, auf das Parkett der Wirtschaftskriminalität oder in die Gebiete weltweit vernetzter Terrorzellen.&nbsp;</p>



<p>Bond verbindet mit seinen Gegnern nicht selten eine persönliche Rivalität<sup>4</sup>, die seinem Auftrag eine besondere Brisanz verleiht. Dabei unterscheiden sich die Kontrahenten nur darin, dass der Bösewicht aus Überzeugung und mit Lust am Morden agiert, Bond hingegen tötet mit Lizenz, wenn es der Auftrag erfordert und ihm keine andere Wahl lässt – wobei sich mit Daniel Craig das Bild des legalen, aus der Not heraus tötenden Agenten plötzlich zu verändern scheint. Im Charakterwandel des Helden liegt auch nach so vielen Jahrzehnten noch eine gewisse Spannung, die wiederum die Nähe zwischen Gut und Böse so klar und unmissverständlich aufzeigt. Auch ein Agent, der sich für die Weltordnung einsetzt, kann scheinbar ohne besondere Gefühlsregung die Killermentalität seines Gegenübers adaptieren.</p>



<p>Nicht selten bedient sich der Böse lebendiger Waffen, die in der Rolle des Handlangers den Job erledigen. Haie, Piranhas und Spinnen, aber auch menschliche Beißer und Kampfmaschinen, die – ob Mann oder Frau – dem Agenten auflauern (man denke besonders an Jaws, gespielt von Richard Kiel in&nbsp;<em>Moonraker,</em>&nbsp;oder Grace Jones alias May Day in&nbsp;<em>A View To A Kill</em>). Abgesehen von der Zuhilfenahme neuester zeittypischer Technologien – Laser, Radioaktivität, Computer, Multimedia – und diverser anderer Gadgets, die den Feind eliminieren, aber auch die Welt beeindrucken sollen, tüftelt der Schurke an einer besonders perfiden Idee, die ihn zum Mächtigsten aller Machtbesessenen machen soll.&nbsp;</p>



<p>Mit&nbsp;<em>Dr. No</em>&nbsp;von 1962 wird das „Ur-Bild aller Bond-Gegenspieler“<sup>5</sup>&nbsp;geschaffen, an dem sich alle folgenden orientieren. Blofeld ist Bond gleich mehrmals auf den Fersen. Lebt der Gangster in den frühen Filmen noch abseits der Zivilisation, fern der Alltagswelt in architektonischen Wunderwerken, so scheinen die Schurken der Neuzeit, wie Greene in&nbsp;<em>Quantum of Solace,</em>&nbsp;scheinbar unbehelligt und gesellschaftlich angesehen unter uns zu weilen, ohne wirklich aufzufallen, bis zu dem Tag, an dem sie versuchen, ihren zerstörerischen Plan in die Tat umzusetzen. Sie sind über fünf Jahrzehnte hinweg zur Personifikation aller nur erdenklichen Gegensätze geworden:&nbsp;Macho &#8211; Möchtegernfrauenheld, brutaler Sadist – Gentleman, Weltzerstörer – Kunstliebhaber, Mörder – höflicher Gastgeber und Lebemann, Größenwahnsinniger – Verlierer, aber auch Technikfreak, Fortschrittsgläubiger<a> </a>und Antiquitätensammler in einem. Doch vor allem sind sie das „negative Gegenbild“<sup>6</sup>&nbsp;zu Bond oder zumindest das, was Bond nie sein will – aber doch ist? Seine Gegner sind keine „Durchschnitts-Verbrecher“<sup>7</sup>, so wie Bond kein gewöhnlicher Agent ist. Die Bösewichte sind andersartig, abartig, oft Außenseiter, aber auch mitten unter uns, außerhalb jeder Norm und doch ein Teil der Gesellschaft. Zu ihren extremen Persönlichkeitsmerkmalen bekennt sich schon Ian Fleming in seinen Romanen<a>.</a> Die Antagonisten Bonds sind die reichsten, einflussreichsten, ungewöhnlichsten Kriminellen der Welt, vergleichbar mit den größten Verbrechern der Weltgeschichte.<sup>8</sup>&nbsp;Sie bilden schon rein äußerlich den größten Kontrast zum Helden, obwohl sich das groteske Erscheinungsbild im Laufe der Bond-Ära vom auffälligen Sonderling zum gewöhnlichen Jedermann wandelt. Sind es nicht ihre physischen Abnormitäten, so beeindrucken sie mit ihren außergewöhnlichen Lebensräumen, ihren besonders abstrusen Machtideen oder ihren ausgefallenen Folter- und Tötungsmethoden, um den Agenten in jedem Fall zu übertrumpfen.</p>



<p>Was nach fünfzig Jahren James Bond geblieben ist, trotz Wandel und Anpassung der Filme an Zeitgeist und gesellschaftlichen Diskurs, ist die Grundidee des heimlich agierenden Bösewichtes, der 007 und den Rest der Welt mit seinem Coup herausfordern will. Der Schuft und seine üblen Taten sind besonders abscheulich geblieben, obwohl die Trennung von Positiv und Negativ in den frühen Filmen bildlich klarer zum Vorschein kam und nicht nur in den Figuren ihre Visualisierung fand. Heute kennzeichnet die Protagonisten ihre ausgeprägte Handgreiflichkeit. Handelt ein Dr. No oder Blofeld noch mit lang vorbereiteter List und Tücke, so fackelt ein heutiger Gangster wie Le Chiffre nicht lange. Früher stach der Böse durch optische Opulenz hervor, ihn umgab eine ganze Welt voller Extravaganz. Heute liegt der Fokus der Filme nicht auf der Visualisierung ihrer Macht, sondern auf der Verteidigung dieser, wenn im Kampf der Kontrahenten alles auf dem Spiel steht.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="has-small-font-size"><sup>1</sup>&nbsp;Schon bei Ian Fleming zu finden in&nbsp;<em>Liebesgrüße aus Moskau</em>, München 1966, S. 182 (im Original: From Russia, with Love,&nbsp;[London 1957 Erscheinungsort und -jahr der Erstausgabe?], und in viele Filme übernommen.</p>



<p class="has-small-font-size"><sup>2</sup>&nbsp;Georg Mannsperger<em>, „James Bond Will Return“: Der serielle Charakter der James-Bond-Filme. Wiederkehrende Elemente in 40 Jahren Action-Kino</em>, Mainz 2003, S. 84.</p>



<p class="has-small-font-size"><sup>3</sup>&nbsp;Näheres hierzu: Torsten Reitz,&nbsp;<em>James Bond. Genese einer Kultfigur</em>, Marburg 2009, S. 70.</p>



<p class="has-small-font-size"><sup>4</sup>&nbsp;Mannsperger, „James Bond Will Return“…&nbsp;(wie Anm. 2), S. 83.</p>



<p class="has-small-font-size"><sup>5</sup>&nbsp;Siehe auch Ebd., S. 85.</p>



<p class="has-small-font-size"><sup>6</sup>&nbsp;Ebd., S. 115.</p>



<p class="has-small-font-size"><sup>7</sup>&nbsp;Soja Zimmer, Gefährliche Gegner, in:&nbsp;<em>James Bond. Spieler und Spion</em>, Hrsg. Hans-Otto Hügel und Johannes v. Moltke, Hildesheim 1998, S. 35.</p>



<p class="has-small-font-size"><sup>8</sup>&nbsp;Vgl. auch Henry Chancellor,&nbsp;<em>James Bond. The Man and his world. The official Companion to Ian Fleming’s Creation</em>, London 2005, S. 114.</p>
</div></div>



<p></p>



<p>Auszug aus <strong>Kissling-Koch, Petra: Zwischen Gut und Böse. Die Gegenspieler</strong>, in: Bond, &#8230; James Bond. <em>Filmplakate und Fotografien aus fünfzig Jahren. </em>Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang, 2012, S. 64-65.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Architekturschau der Mächte</title>
		<link>https://film-und-architektur.de/architekturschau-der-maechte/</link>
					<comments>https://film-und-architektur.de/architekturschau-der-maechte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[PKKoch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2020 09:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur im Film]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[James Bond]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://film-und-architektur.de/?p=258</guid>

					<description><![CDATA[Die James-Bond-Serie hat den Mythos vom Superhelden in extravaganter Architektur geprägt. Was allerdings für die Filme der 1960er und 1970er Jahre gilt, scheint den Neuzeit-Bond wenig zu beeindrucken; haben sich seine Einsatzgebiete in fünfzig Jahren Agentendasein doch grundlegend verändert. Waren es früher die geheimen Machtzentralen des Bösen, so gehören heute vergleichsweise gewöhnliche, wenig Aufsehen erregende Hintergrundarchitekturen zu den Hauptschauplätzen &#8211; Räume, die jeder zu kennen scheint, auch wenn sie sich vor exotischer und internationaler Kulisse behaupten müssen. Die räumliche Zurückhaltung...<p class="read-more"><a class="btn btn-default" href="https://film-und-architektur.de/architekturschau-der-maechte/">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> Weiterlesen</span></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die James-Bond-Serie hat den Mythos vom Superhelden in extravaganter Architektur geprägt. Was allerdings für die Filme der 1960er und 1970er Jahre gilt, scheint den Neuzeit-Bond wenig zu beeindrucken; haben sich seine Einsatzgebiete in fünfzig Jahren Agentendasein doch grundlegend verändert. Waren es früher die geheimen Machtzentralen des Bösen, so gehören heute vergleichsweise gewöhnliche, wenig Aufsehen erregende Hintergrundarchitekturen zu den Hauptschauplätzen &#8211; Räume, die jeder zu kennen scheint, auch wenn sie sich vor exotischer und internationaler Kulisse behaupten müssen. Die räumliche Zurückhaltung gehört zum Konzept wie einstmals die optisch hervorgehobenen und handlungsimmanenten Kommandostationen. Dabei sind gerade diese Machträume, die in den frühen Filmen zum Zielort und eigentlichen Hindernis für den Agenten  werden, gar nicht ihre Erbauer selbst. Nicht Dr. No, Blofeld, Drax oder Stromberg sind die wahren Gegner, die besiegt werden müssen &#8211; es sind ihre architektonischen Wunderwelten mit ihren technisch perfekten Systemen. Von ihnen geht zugleich eine besondere Faszination aus.</p>



<p>Die Bauten für <em>Dr. No</em> bildeten für viele Jahre das Fundament eines visuellen Erscheinungsbildes, das den nachfolgenden Filmen einen hohen Wiedererkennunsgwert verlieh. Dazu gehören nicht nur die Kommandoräume des Welteroberers, sondern auch die des britischen Geheimdienstes &#8211; obwohl der Einfallsreichtum des Bösen alles zu überbieten scheint. Jene künstlich geschaffenen Unterwasserwelten, unterirdischen Bunker, geheimen Labore auf einsamen Inseln, tiefen Vulkankrater und fernen Weltraumstationen &#8211; Architekturen, die wenig gemeinsam haben mit der übrigen Welt &#8211; symbolisieren die extravagante Lebenseinstellung ihrer Bewohner. Die Räume sind Ausdruck einer verrückten Seele, die in ihrem Willen zur Weltherrschaft vor nichts zurückschreckt. Auf den ersten Blick zeigt sich, wo und wie das Gute oder Böse regiert; räumliche Gestaltung wird zum Kommunikationsmittel. Die Architektur erklärt da, wo Worte fehlen und scheint manches Mal direkt in die Handlung einzugreifen. Die Bauten entwickeln sich in den ersten zwei Jahrzehnten der Serie vom Hintergrundbild zum ebenbürtigen Mitspieler und Protagonisten. Sie nehmen aktiv teil. Wie sonst ließe sich Macht eindrucksvoller demonstrieren als durch die unsanfte Beförderung des Gegners per Rutsche oder mobiler Bodenkonstruktion in todbringende Gewässer mit gefährlichen Zeitgenossen? Selbst zur Vermittlung ironischer Momente ist die Filmausstattung bestens geeignet, wenn sich Tiffany und James Bond in <em>Diomonds are forever</em> auf einem Aquariumbett räkeln &#8211; zumal dieses außergewöhnliche Einrichtungsobjekt keinen besonders bequemen Eindruck macht, doch zum Amüsement der Zuschauer dient es allemal. Wegelabyrinthe, überdimensionierte Raummaße, antike wie moderne Möbel und Innendekorationen, berühmte Kunstwerke, versteckte technische Apparaturen, bühnenartige Lichtinszenierungen, territoriale Aus- und Überblicke sowie zahlreiche bildplastische Machtattribute mit Landkarten und Globen vervollständigen das Ausstattungsvokabular der Kommandozentralen. Sie bringen die Weltherrschaftsabsichten eines Bösewichts klar zum Ausdruck. Optischer Höhepunkt der Machtschau ist der Sitz des Schurken, der alles überragend und gut sichtbar im Raum positioniert die hierarchische Abgrenzung markiert. Ein Blofeld distanziert sich eben auch räumlich von seinem Widersacher Bond und der restlichen Welt. Die im viktorianischen Ambiente holzgetäfelten Büros von M und die eleganten Hotelzimmer des Agenten stehen den hochmodernen Räumen des verbrecherischen Despoten kontrastreich gegenüber. Es ist demnach nicht nur der Kampf von Gut gegen Böse, sondern auch der Gestaltungskonflikt zwischen Tradition und Moderne, womit wir es hier zu tun haben. Doch am Ende wird das Böse besiegt, die Welt vor der Vernichtung gerettet und die bedrohliche Architektur zerstört. Das Ziel, die Weltherrschaft zu erlangen, bleibt reine Fiktion &#8211; ebenso wie der visionäre Traum von einer perfekten Architektur.</p>



<p>Zu Beginn der Agentenlaufbahn von 007 ist noch nicht absehbar, dass auch das ästhetische Konzept zur positiven Resonanz beitragen wird. Während die Kulissen die Aufmerksamkeit der Zuschauer wecken, verändern die Filmemacher das Gesamtkonzept zugunsten einer Überbetonung des Visuellen, bei der die Handlung zweitrangig erscheint. Die Filme werden zu architektonisch gewagten Experimenten &#8211; besondere Schauspielkunst tritt eher in den Hintergrund. Doch die räumliche Machtdemonstration scheint Ende der 1970er Jahre mit <em>Moonraker</em> ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Ein isländischer Eispalast von Gustav Grave in <em>Die Another Day</em> (2002) enthält zwar Reminiszenzen an alte Zeiten, doch wirklich überzeugend sind die Orte des Bösen nicht mehr. Auch wenn die Verbindung von Architektur und Natur mit der Dschungellandschaft im Inneren der ephemer-gefrorenen Welt eine Hommage an Ken Adams Pionierleistung darstellt, so fehlt doch der klare Machtraum des Bösen. Lieber konzentriert man sich auf die außerordentlich ambitionierten Kampfszenen und die technischen Höchstleistungen der Pyrotechniker. Die architektonische Ästhetik konkurriert nicht mehr mit der schauspielerischen Leistung &#8211; ein Umstand, der in den frühen Filmen stets kritisiert wurde, den Filmen jedoch nie geschadet hat, im Gegenteil. Der Erfolg überzeugt, wie gut ein gestaltungsorientiertes Konzept funktionieren kann. Von den architektonischen Machtraumhighlights ist nach fast 60 Jahren Bondomanie nicht viel übrig geblieben. Ken Adam hat in der Bond-Film-Ästhetik einen Standard gesetzt, der nach dem Weggang des Designers 1979 durch seinen Nachfolger Peter Lamont schwer fortzusetzen war. Das zeitgemäße Bedürfnis nach ästhetischen Innovationen ändert sich. Die strikte Trennung der konträren Lebenswelten durch verschiedene Architektursprachen wird für den heutigen Bond-Fan nicht mehr benötigt. Zu gut kennt er die Figurenkonstellation und Handlungsschemata. Die Vermischung und Angleichung der Gegensatzpaare trägt sicherlich auch zur Spannung bei, doch der architektonische Augenschmaus scheint verloren, wobei das vor allem dem Kenner der frühen Filme auffallen wird.</p>



<p></p>



<p>Auszug aus dem Ausstellungskatalog: </p>



<p><strong>Petra Kissling-Koch</strong>: Architekturschau der Mächte, in: Bond, &#8230; James Bond &#8211; Filmplakate und Fotografien aus fünfzig Jahren Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang, hrsg. v. Museum Folkwang, 2012</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://film-und-architektur.de/architekturschau-der-maechte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
